Wir haben das „Mattebure Berghiisli“ im Glottertal gemietet und es ist wieder digitale Enthaltsamkeit angesagt. Kein Internet, nicht mal eine Telefonverbindung ist hier möglich. Also schreibe ich in den Texteditor und stelle es live, sobald wir im Elsass sind.
Sonntag rauschen wir gemütlich nach Göppingen, kein Stau, Sonntagsfahrer, wir kommen sehr entspannt an und sitzen gemeinsam im Garten, schmieden Pläne für die nächsten Tage, Dani und Lynnie können leider nicht mitkommen, so bleibt es bei 4 Schwarzwaldabenteuerrern. Vorher fahren wir nach Esslingen und stärken uns in einem angeblich japanischen Restaurant, es ist wohl eher Vietnamesisch mit japanischen Ideen. Lynnie und ihr Freund kommen auch dazu, das Essen ist so lala, aber wir haben eine gute gemeinsame Zeit.












Am Montag können wir es auch ruhig angehen, der Zeitplan ist eng, aber machbar, 14:00 Uhr Check In im Glottertal, 16:00 Uhr Willeke vom Bahnhof abholen, irgendwann fürs Frühstück einkaufen. Es passt alles hinreichend, da Willekes Zug 30 Minuten Verspätung hat, die Einkäufe sind verpackt, Marion richtet in der Hütte alles und wir empfangen Willeke. Am Abend haben wir im „goldenen Engel“ einen Tisch bestellt, wir sind hier in einer wahren Gourmetregion, keine Sterneküche aber gutes lokales, saisonales Essen.
Unser „Berghiisli“ ist eine kleine Zeitreise, 1672 erbaut und liebevoll restauriert bekommen wir eine gute Vorstellung, wie das Leben hier hunderte Jahre im Gleichklang der Jahreszeiten gewesen sein mag. Die Stuben sind dunkel, es gibt nur einen Ofen, den Winter würd ich nicht hier ich verbringen wollen. Die Hornissen finden es gut, jeden Morgen besucht uns eine, fliegt bei Marion ins Haus hinein und bei uns wieder hinaus.
Gestern dann eine der wunderbaren Genusswanderungen, der Geißenpfad in Menzenschwand, das ist Schwarzwald von der besten Seite, auf idyllischen Pfaden, begleitet vom Klingen der Ziegenglocken. Auf halber Talhöhe wandern wir an Schwarzwaldhöfen vorbei, Kerstin erklärt anschaulich, wie die Gletscherzungen der letzten Eiszeit die Landschaft geformt haben, die Geißen auf dem Naturlehrpfad. Die Tour ist mit knapp 11km sehr moderat, wir sind spät gestartet, da wir im Städtchen auch gleich ein Restaurant gebucht haben. Das hielt leider nicht, was es versprach, die Käsespätzle waren arg matschig, die Vorspeisen waren toll, dabei hätten wir es belassen sollen. Aber alles perfekt wäre auch langweilig. Zurück im Glottertal futtern wir noch ein wenig, schwatzen ausgiebig. Willeke wird 2028 ganz nach Australien übersiedeln, die Familie ruft, dann wird es schwieriger mit den gemeinsamen Urlauben.
Heute ein Tag in der Stadt, Freiburg ist so lebendig, der Markt rund um das Münster ist nicht so üppig wie sonst, da die Baustellen viel Platz wegnehmen, aber trotzdem gibt es Leckereien für alle. Wir sitzen gleich in vier verschiedenen Lokalen, eine Schorle im Biergarten, ein Lunch am Augustiner, ein Bier auf dem Schlossberg und ein Eis am Rathaus, Beate stößt zu uns und Abends sind wir schon müde, sitzen aber doch wieder bis weit nach 22:00 Uhr. Die Abendbrise erfrischt, es wird die nächsten Tage sehr heiß.
