24.3. Wir haben uns umgestellt, wegen der großen Hitze sind wir jetzt früh und abends unterwegs und vergammeln die Mittagszeit. Wilpena Pound ist ein natürliches Amphitheater und das dortige Resort die einzige Möglichkeit im Nationalpark zu übernachten. Um 1850 mit 120000 Schafen vollgestellt, wurde die ursprüngliche Landschaft zerstört, mit den großen Dürren in den 1860ern hatten die Farmer das Glück auch nicht auf ihrer Seite. Später versuchte es ein Farmer mit Getreideanbau, bis eine Flut die einzige Straße aus dem Gebirgskessel zerstörte.
Mit dem Tourismus läuft das Geschäft deutlich einträglicher, die Wanderwege wie immer bestens ausgezeichnet und die 4WD Touren durch die teilweise 620 Millionen Jahre alten Schluchten abenteuerlich. Diese Touren machen wir auf eigene Faust und sparen damit mal wieder mächtig Geld 😉 Das Preis / Leistungsverhältnis hier in Australien überrascht doch immer wieder.
Kerstin entdeckt ein wunderschönes Seitental, das wir erkunden. Verlaufen kann man sich nicht, die ausgetrockneten Flußbetten weisen den Weg. Das Gelbfußfelsenkänguru sehen wir nur kurz, das war in Arkaroola wohl doch einmalig. Dafür ist die Landschaft genauso atemberaubend, alte Eukalyptusbäume (hier Gum-Trees genannt) säumen die Wege, es ist grüner und der Kontrast zu den roten Felssteinen umso imposanter. Im Sacred Canyon bestaunen wir Felszeichnungen und sehen einen “red capped robin” mit seiner Freundin flirten.
Den “Ring-Neck-Parrot” haben wir in der Zwischenzeit auch digitalisiert … das ist aber hier in Wilpena deutlich einfacher als in Arkaroola. Dort ist er uns immer wieder entwischt, während er hier gemütlich im Gras sitzt und lecker Blüten futtert. Und nicht zu vergessen, der Galah-Kakadu, der gerade so schön vom Ast abhebt.
Morgen startet mal wieder ein Kontrasprogramm, wir fahren früh nach Adelaide zurück, nehmen den Flieger nach Sydney, haben ein Apartment im Stadtzentrum und gehen am Samstag in die Oper … Das wird ein Spaß!









