Was macht man bei 38 Grad? Soweit nach oben fahren, wie möglich? In klimatisierten Bereichen herumlungern? Ans Meer fahren? Variante 3 ist nicht möglich, Variante 2 langweilig, also rauf auf den Berg, dort sind es „nur“ 30 Grad und wir laufen von Bergsee zu Bergsee. Die ganze Runde wären 16km, 9km reichen heute auch, wir laufen um den Lac du Forlet, weiter zum Lac Noir und wieder zurück. Überall gibt es Herbergen, die auch Gastronomie anbieten, die Hütte am Lac Noir ist recht heruntergekommen, während die am Lac du Forlet sehr schön ist.








Der Weg ist wunderschön, nach einem Anstieg geht es lange an der Hangkante entlang mit Blick über die Rheinebene bis zum Schwarzwald. Zum See geht es dann steil runter. Wir machen langsam, passen auf unsere Knie auf und genießen ein Eis als Pausensnack. Eigentlich mögen wir es nicht, den gleichen Weg zurückzugehen, aber berghoch schnauft es sich schnell und von den Blicken kann man nicht genug bekommen, es ist Montag und wenig los, nur wenige Wanderer auf unserem Weg.





Den Weg säumen unzählige Wurzeln, die ein Eigenleben zu haben scheinen, Glockenblumen sprenkeln Farbtupfer auf den Weg und wir verbrauchen viele Liter Wasser. Auf dem Rückweg stoppen wir für einen Spaziergang in Munster, der berühmte Käse kommt aus dieser Ecke. Den werden die vielen Störche auf den Dächern wohl eher verschmähen, es ist ein lustiges Bild, wie mindestens 30 Störche das Rathaus okkupieren.
Rodern, den 22. Juni 2026
