Gleich nach dem Frühstück rauschen wir los, 100km, aber 1 Stunde 40 zu den Lost Gardens of Heligan. Nach dem 1. Weltkrieg in den Wirren der Zeit verloren, wurden die Gärten 1990 wiederentdeckt, rekultiviert und sind heute Anziehungspunkt für tausende Besucher:innen im Jahr. Wir haben große Erwartungen, schließlich sind wir mit Sanssouci, dem Park Wiesenburg und Dessau / Wörlitz recht verwöhnt und was soll man sagen? Die Gärten können diesen Erwartungen nicht gerecht werden. Man muss hier zur Rhododendrenblüte kommen! Baumhohe Vertreter dieser Art säumen die Wege, jetzt ist alles schön grün, so richtig mitreißend ist nur der “Dschungel”, ein Gartenteil steil im Tal, mit 5 Grad Celsius mehr, als im Rest der Anlage.
Im Gegensatz zu unseren Parks muss man hier üppig Eintritt zahlen und wird mit Spielplätzen aller Art für die 4 – 12 jährigen entschädigt, falsche Zielgruppe, aber wir wollen nicht zu viel meckern. Das Gelände ist riesig und der Besucheransturm verläuft sich angenehm, die tropischen Regenschirme spenden Schatten, die Seerosenteiche spiegeln sich im Sonnenlicht.
Jetzt blühen früh die ersten Dahlien, Farbtupfer im allmächtigen Grün, der landwirtschaftliche Teil beherbergt glückliche Schweine, Ziegen und einen Truthahn, der Thanksgiving leicht überleben wird. Die Kinder sind begeistert, wir suchen nach einem Kaffee, den wir in der Garden Kitchen finden. Hier sitzt es sich entspannt und wir haben schon wieder 6km in den Beinen.





Wir sind schneller durch, als geplant, wir wollten eigentlich den ganzen Tag hier verbringen, aber dafür ist es zu grün, so fahren wir wieder in Richtung Harberton, machen Pause in einem kleinen, ganz zauberhaften Ort, namens Lostwithiel, hier gibt es köstliches Eis, eine Kirche aus dem 12. und eine Brücke aus dem 13. Jahrhundert. Die Kinder planschen im Fluß und wir genießen den Frieden und die sommerliche Atmosphäre.
Am Abend nochmal nach Totnes, nur der Kaffee reicht dann doch nicht, in einem der typischen Pubs gibt es Steak mit Pommes, ein Cider und ein Bier. Morgen gehen wir es entspannt an, es ist schon der letzte Tag in Harberton, wir werden das leckere Frühstück von Francesca, die Gespräche mit ihr und die kuschelwütige Hündin “Bella” vermissen, am Mittwoch fahren wir nach Midhurst und dürfen das Haus von Willeke nutzen.
Harberton, den 10. August 2026

















