Menu

Örebro

Nach so vielen Tagen Natur lechzen wir wieder nach Kultur. Die Wege um den Värnernsee sind doch recht weit, die Städtchen bedeutungslos klein und so wird Örebro als letzte Station erkoren. Eine gute Wahl! Malerisch am Flüsschen “Svartan” gelegen, der in den wieder riesigen Hjälmarensee mündet, sind wir gleich angetan. Das Wetter weiterhin traumhaft, blauer Himmel mit Sommerwolken, angenehme 26 Grad und die Stadt voller Kunstobjekte, teils lustig, teils schräg, immer sehenswert. Überall Lokale und die Strassen voller Menschen, ein Labsal für das naturgetrübte Auge.

So lassen wir uns treiben und suchen im Internet Informationen zu den Kunstobjekten. Untergekommen sind wir etwas außerhalb von Örebro, ein junge Familie vermietet eine Ferienwohnung im eigenen Haus, die Wohnung ist sehr klein, aber wir dürfen den riesigen Garten mitbenutzen und haben Blick auf See und Sonnenuntergang. Heute waren wir auf dem Anwesen “Julita Gard“, bis 1941 in Privatbesitz, schenkte es die letzten Besitzer dem Staat, der daraus ein herrliches Museum machte. Man spaziert mit der sehr charmanten Führerin durch das Jahrhundert und bekommt einzigartige Möbel zu sehen, alles original und teilweise nur für “Julita Gard”, im Stil des Rokoko (nach)gebaut. Da wir leider keinen Elch gesehen haben, muss es der Elch an der Wand im Museum richten. Hier hüpfen nur überall Rehe herum, die Elche haben sich mit ihrem Nachwuchs in die Wälder zurückgezogen.

Morgen soll es ausnahmsweise regnen, wir wollen eigentlich eine Führung durch die Stadt mit ihrer Kunst machen, mal schauen, was das Wetter sagt. Am Samstag geht es am frühen Nachmittag zurück nach Berlin.