1. »
  2. Unterwegs
  3. »
  4. 2026
  5. »
  6. Aurora Camp

Aurora Camp

Minus 34℃ und selbst das kleine Lagerfeuer im Camp spendet kaum Wärme. Das Setting ist super, wir werden mit dem Schlitten auf eine kleine Anhöhe gefahren, hier ist kein weiteres künstliches Licht, 3 Zelte stehen auf der Wiese, zwei sind heute bewohnt, es leuchtet fantastisch in der Dunkelheit, der Himmel ist sternenklar. Aber es ist schlicht viel zu kalt, der Guide schenkt heiße Schokolade und Blaubeersaft aus, ich habe Glück, meine Schokolade ist noch wirklich heiß, 1 Minute später ist das kochende Wasser schon wieder kalt und die Blaubeerfraktion hat das Nachsehen.

Es gibt allerlei Hilfsmittel, Hände und Füße warm zu halten, wir haben 4-5 Schichten unter den Overalls, so richtig hilft das nicht oder wir ahnen nicht, wie schlimm es sonst wäre. Die erste Stunde sitzen wir im Zelt und schwatzen, der Guide ist aus Newcastle und hat typisch britischen Humor zu bieten. Nur am Horizont ist zart ein Nordlicht zu sehen. Die andere Gruppe gibt schon auf und zieht von dannen, wir bleiben tapfer und es lohnt sich! Das Nordlicht kraucht langsam über den Horizont empor, leuchtet meist grün, ganz zart rot, taucht den Sternenhimmel in diffuse Farben. Meine Kamera friert wie wir, die Batterien sind hierfür nicht gemacht, trotzdem reicht es für ein paar schöne Bilder.

Die Rückfahrt ist eine kleine Tortour, wir kauern uns in den Schlitten und hoffen auf schnelle Rückkehr, zu Hause wartet eine heiße Dusche!

Saariselkä, den 09. Januar 2026