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Inari

Mit dem Bus nach Inari, eine gute Stunde entfernt, das Siida Museum ist unser erstes Ziel, seit dem 17. Jh. wurden die Samen durch Expansion immer mehr zurückgedrängt, Kriege und neue Grenzziehungen machten das halbnomadische Leben komplizierter, Rentiere mögen nun mal keine Grenzen. Das Museum ist modern und macht Spaß! Didaktisch sehr gute aufbereitet steht man vor großen Bildschirmen und läuft Monat für Monat mit den Jahreszeiten. Im Sommer steigt das Thermometer manchmal auf über 40℃ und Mückenschwärme umsurren alles Lebendige, im Winter waren knapp über -50℃ der bisherige Rekord.

Da lieb ich mir den Winter, dick eingepackt laufen wir nach dem Museum zu den Stromschnellen am Fluß. Hier sind die Bäume noch dicker mit Eis bepanzert und der Fluß raucht wie ein alter Vulkan. Eine Hängebrücke bringt uns auf die andere Seite, wo eine Feuerstelle etwas Wärme gibt.

Ein bißchen neidisch sind wir auf die Anderen, die hatten gestern Glück bei der Aurorajagd! Obwohl die Vorhersage mäßig war, haben sie beste Bilder geliefert, wir hoffen auf heute und auf morgen Abend, es ist wolkenloser Himmel angekündigt und zumindest morgen auch eine höhere Sonnenaktivität. Kleiner Wermutstropfen: es sind schon wieder -34℃ und es wird zum Abend nicht wärmer, wir haben uns mit Wärmepads eingedeckt und hoffen, im Ganzen wieder zurück zu kommen.

Inari, den 08. Januar 2026