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Bulgarien | Start

Das Rila-Gebirge war immer ein Traum und so mache ich mich (leider allein) auf, um im fast leeren Flieger nach Sofia zu fliegen, ein Auto auszuleihen und 9 hoffentlich wunderbare Tage zu verbringen.

Panorama auf dem Weg zum Musala

Wie immer funktioniert alles, selbst in Corona-Zeiten bleibt das Reisen einfach und komfortabel, auf dem Weg in mein Apartment kaufe ich schnell die Basics ein, Obst, Milch, Yogurt, Kaffee fürs Frühstück, Wein, Käse, Tomaten, Gurken für das Abendbrot. Allein bin ich fast asketisch 😉

In der Ferne grüßt der Musala

Am ersten Tag soll es gleich der Musala sein. Mit 2925 Meter schaut er auf alles Andere auf dem Balkan hinab und schon beim warten auf eine freie Gondel habe ich höchsten Respekt vor den vielen bulgarischen Familien, die sich auch auf den Weg machen, anscheinend muss jede(r) mal auf diesem Gipfel gewesen sein, die 9-jährigen rennen vorne. Im Gegensatz zu den sonst leeren touristischen Orten ist hier also richtig was los, trotzdem habe ich meine Gondel nur für mich und lass mich gemütlich auf die knapp über 2000m hohe Ausgangsposition der Wanderung bringen. Es werden knapp 18km und ich bin schon auf dem Hinweg platt wie eine Flunder, die Sonne brennt wolkenlos und die Muskeln bedanken sich bei jedem Anstieg.

Die Gegend atmet karge Schönheit, kniehohe Kiefern durchsetzt mit Blaubeeren, die begierig von den Wander*Innen gesammelt werden. Man begegnet sich immer wieder, laufen, Leute überholen, Pause machen, überholt werden, ein ständiges Wechselspiel, man kennt seine Wegbegleiter*Innen. Dann nur noch Felsen und ab und an ein alter Gletschersee, jetzt im August mit nur wenig Wasser. Nach 4 Stunden ist es wirklich geschafft!

Pit auf dem Musala 🙂

Die Aussicht toppt alles! Ich bin wirklich begeistert und schaffe es, mit meinem Stativ ein paar Gipfelfotos zu schießen. Dann aber schnell wieder ins Tal, 18:00 Uhr schließt die Gondelbahn und extra 1000 Höhenmeter gilt es zu vermeiden. Zwei Hütten auf dem Weg sorgen für Bier und Schokoriegel …. meinen Wasservorrat hatte ich schon in der ersten Stunde aufgebraucht. Mit der Gondel geht es genauso beschaulich wieder ins Tal, wo sich im Städtchen Borovets die wenigen Touristen schnell verlieren.