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Pico da Cruz | Cova | Ponta do Sol

Der letzte Abend in der Casa das Ilhas war wieder sehr nett, wir haben vom Reisen geschwärmt, die jungen Leute sind schon viel herumgekommen, Westafrika ist der heiße Tipp! Die Schweizer bringen es auf den Punkt “Wir werden für einen Hauskauf in der Schweiz niemals genug Geld haben, da geben wir es lieber fürs Reisen aus”. Manchmal hat Alter auch seine Vorteile 😜. Dann aber Abschied und bis zum nächsten Mal.

Schon um 10:00 im neuen Hotel “Kasa Tamblas” in Ponta do Sol eingecheckt, frage ich den Fahrer gleich, ob er mich nicht zum Krater “Cova” hochfahren kann, gesagt – getan und heute ist mir das Wetter hold. Die Passatwolken machen ordentlich am Kraterrand halt und wabern genüsslich herüber, ohne den ganzen Himmel zu verdunkeln. Auf dem 4km entfernten “Pico da Cruz” bin ich auf fast 1600m sogar über den Wolken – was für ein Blick! Cova ist ein eingestürzter Krater, sehr fruchtbar, da die Passatwinde immer Wolken und Feuchtigkeit heranbringen. Der Esel will mich wohl fragen, ob ich die Tour über den Pass ins Vale do Paul wirklich gehen will und irgendwie waren seine Zweifel berechtigt, ich bin nach über 20km in Pombas angekommen und völlig platt. Aber der Weg lohnt sich, auch fast zweimal. Auf dem Rückweg begegne ich den Schweizern nochmal … so schnell kann es gehen …

Am Nachmittag brauche ich also die Pause, um am Abend im knuffigen “Caleta” das Nationalgericht “Catchupa” zu mir zu nehmen und … was für ein Abendlicht! Der ganzen Himmel ist in Rot getaucht, der Sonnenuntergang scheint ewig zu dauern. Heute ist es leider bewölkt, mal sehen, ob das Licht wieder so wird.

Die Tour heute ist entspannt, es werden 11km immer die Küste entlang, der Ort “Fontainhas” klebt am Felsen, die Straße dorthin wurde sicher unter größten Mühen in den Fels gehauen und die Blicke bleiben atemberaubend, die Tiefe zieht mich magisch an. Im Tal werden die Felder üppig über die Levadas bewässert und es gedeiht allerlei grün. Am höchsten Punkt hinter Fontainhas mache ich halt, genieße die Ruhe (es gibt wie immer keine anderen Verrückten, die hier wandern wollen, nur 2 Einheimische auf ihrem Weg), den Abstieg in das kleine Dorf “Covra” spare ich mir, das müsste ich ja alles wieder zurück.

Alles in allem mal wieder “Hammer”!

Morgen um 9:00 Uhr geht die Fähre von Porto Novo zurück auf die Insel Sao Vicente, am 28.05. fliege ich dann nach “Sal” – laut Reiseführer ein touristisches Highlight, ich freue mich auf etwas touristische Infrastruktur, eine Bar mit Musik am Abend und ein paar Tage faul am Strand.